"... Die Verbindung mit Horowitz besteht darin, dass Horowitz bekannt war für seine Klaviertranskriptionen und Geiger bei seinen eigenen Orgeltranskriptionen typische Horowitz-Techniken verwendet. Um festzustellen was diese „Techniken" beinhalten, müssten Sie beispielsweise Horowitz` Darbietung des Rakóczy-Marsches neben der von Jürgen Geiger hören. Ähnlich wie sein Inspirator „löst" sich Geiger vom ursprünglichen Notenbild und gibt davon eine äußerst persönlich gefärbte Wiedergabe. Das ist etwas anderes als die gewöhnlichen Note-für-Note-Transkriptionen, die man zumeist in der Orgelwelt hört. Wenn Sie virtuose Vertonungen lieben, werden Sie an dieser CD viel Freude haben.

„Seriöser" in der Behandlungsweise sind die Bearbeitungen Sergei Tanejews Präludium und Fuge in gis-Moll und Rachmaninows Mélodie in E-Dur, beides Klavierkompositionen. Hier bekommen die Transkriptionen Mehrwert, da durch den Gebrauch der Orgel ein vielfarbigeres Klangbild entsteht als das Klavier bieten kann.

Die fünfzehn Minuten dauernde, für Orgel geschriebene Fantasie in g-Moll von Alexander Glazunow, gewidmet "A Monsieur Marcel Dupré", ist ein faszinierendes, abwechslungsreiches, kompakt komponiertes Werk. Geigers eigene, wirbelnde Toccata farnetica kann als eine wahre Hommage an Horowitz bezeichnet werden, ganz in seinem Geist geschrieben und gespielt. Das 26 Seiten zählende Booklet (in Deutsch, CV Jürgen Geiger in drei Sprachen) gibt viele Hintergrundinformationen über das gespielte Repertoire inklusive seltener Bilder der Komponisten."

CD-Rezension "Horowitz goes organ" - Gerco Schaap auf www.opusklassiek.nl, Mai 2010 (Übersetzung aus dem Niederländischen: C. Bredschneijder)

 

    "...in wessen Händen könnte die sechste Orgelsinfonie besser liegen als in denen des Widmungsträgers und Bestreiters der Uraufführung? Dass auch für die vorliegende Einspielung wieder die große Bruckner-Orgel zur Verfügung stand, darf ebenfalls als Glücksfall angesehen werden. Geiger, 1976 geboren und in gleichen Maßen Pianist wie Organist, begeistert die Presse sonst durch virtuose Darbietungen. Auch die technischen Anforderungen der hier gespielten Musik stellen keine Hindernisse dar; schön ist die eindrucksvolle Präsentation der Klangmöglichkeiten der Orgel, der Geiger die verschiedensten Klangfarben und -kombinationen entlockt. Auch die Stücke, die auf Zurschaustellung eines spieltechnischen Feuerwerks verzichten, gelingen Geiger eindringlich und in abgerundeter Art und Weise. In seiner Schlichtheit berührt das Choralvorspiel 'Schmücke dich ...' mit sanft wiegenden Akkorden in den Oberstimmen und der Choralmelodie im Pedal; die ruhige und friedvolle Atmosphäre, die Geiger hier evoziert, dürfte stimmungsvoller kaum hinzubekommen sein." 

CD-Rezension "Enjott Schneider - Sacred Music Vol. 4" - Christian Vitalis auf www.klassik.com, Februar 2010

 

organ - Journal für die Orgel 2009/01

"... Die von Jürgen Geiger zum vorliegenden Heft unter dem fast provokativ anmutenden Motto "Horowitz ... goes organ" eingespielte organ-CD bietet manch Unerhörtes und Ungehörtes auf der Orgel. Diese Aufnahme plädiert auf für eine künstlerisch beflügelnde, weil durch und durch überzeugende Verbindung von technisch anspruchsvollster moderner Pianistik und hochvirtuosem, modernem Orgelspiel." 

                       Chefredakteur Wolfram Adolph in "organ - Journal für die Orgel", 2009/01 

 

„... Jean Guillou ... hatte sich Verstärkung unter Kollegen geholt - die Herren Bönig, Buttmann, Geiger, Wolf aus Deutschland und Bonetto, Celeghin, Phibes, Di Rosa aus Italien. Dazu den Dirigenten Johannes Skudlik und, um dieser „Révolte des Orgues" Schlagkraft im Wortsinn zu geben, die Perkussionistin Hélène Colombotti..."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juni 2007

 

„... Zu einer kammermusikalischen Sternstunde wurde das Konzert des Meistergeigers Boris Kucharsky und des Pianisten Jürgen Geiger... Dieses Duo ist einfach atemberaubend... Solistischer Glanz erstrahlte nach der Pause, als Jürgen Geiger seine eigene Bearbeitung von Liszt´s „Ungarischer Rhapsodie für Klavier a-Moll Nr. 13" virtuos interpretierte. „Himmlisch", empfand eine Zuhörerin deutlich hörbar. Bravo Rufe und stehende Ovationen waren der Dank für zwei wundervolle Stunden, welche das Duo mit Edward Elgars „Salut d´amor" abrundeten."

Augsburger Allgemeine Zeitung, Juni 2007

 

„... In der Tradition von Vladimir Horowitz bearbeitete Geiger Liszt und Rachmaninoff. Am Flügel im großen Saal spielt er seine Interpretationen frei. Die Zuhörer feiern die Virtuosität des jungen Mannes mit Bravo-Rufen und frenetischem Beifall..."

Augsburger Allgemeine Zeitung, Mai 2007

 

„... Jürgen Geiger überzeugte bei seiner Klaviermatinée mit Werken von Chopin (Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23), Debussy (Préludes), Liszt (Sonate h-Moll) und einer Uraufführung des Komponisten Holger Aurel Jung (Studies for piano) mit seinem virtuosen Können als gereifter Pianist. Höhepunkt war der von Vladimir Horowitz bearbeitete Rakóczy-Marsch, den Geiger nach alten Aufnahmen rekonstruierte und das Publikum im vollbesetzten Konzertsaal vollends begeisterte..."

Augsburger Allgemeine Zeitung, Februar 2003